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Jun 11, 2007

Kuba und keine voreiligen Schlüsse....

....denn die werden doch gar so schnell gezogen, vor allem je kleiner die Information. Die Geschichte der übel riechenden Rauchschwaden, die durch kubanisches Häuser zum Zwecke der Ungeziefervernichtung zogen, ist zwar war, aber nur eine ganz kleine Geschichte im Rahmen der vielen anderen Geschichten, die wir erst vor eine paar Monaten aus dem wunderschönen und hoch interessanten Inselland jenseits des Atlantiks mitgebracht haben. Nur sind diese spannenden Geschichten nun mal keine Mallorcageschichten ;-)

Deutsche Bank mit einem Hauch Kuba

Der lang verschobene Gang zur Bank darf nicht mehr verschoben werden. Leider scheinen alle dringend nach Palma zu müssen und meine besondere Dringlichkeit geht im dichten Verkehr unter. Die Parkplätze sind da, wo sie immer sind und wie immer besetzt. Das Kleingeld hat sich in Luft aufgelöst und weil Parkuhren Scheine nicht schlucken können, muss erst mal parkuhrengerechte Geldkost besorgt werden. Das kostet genau die Minuten, die die Bank nun zu hat. Die verschlossene Tür widersetzt sich dem Rütteln und signalisiert „zu spät“. Das Signal kommt an, doch wer nicht wagt…., denn dank Handy gelangt zumindest meine Stimme in das Innere der Bank und trifft auf eine freundliche Dame, deren Schlüssel die Tür nicht widerstehen kann. Glücklich drin, bin ich schnell wieder draußen und mit mir, die gesamten freundlichen Damen und Herren. Schuld ist der Mann, der mit dem Tank auf dem Rücken bereit steht. Der erinnert stark an die Herren mit den Tanks auf den Rücken, die uns in Kuba schnell in die nächste Strasse abbiegen ließen. „Fumigar“ ist angesagt und damit Kampf den Kakerlaken und Co, was für die großen Zweibeiner einen freien Nachmittag und eine nun wirklich geschlossene Banktür bedeutet – diesmal wegen Kubafeeling in der Deutschen Bank mitten in Palma de Mallorca.

May 30, 2007

Sommerliches Lesevergnügen

Die günstigste und vielleicht unterhaltsamste Art des Reisens!



Eine Reise nach Chile für nur 12,80 €! Reisedauer und Reisezeit beliebig! Wie das geht? ganz einfach: Man nehme Charango, suche sich ein gemütliches Plätzchen und läßt sich von dem Buch in das ferne Chile entführen. Und damit die Fantasie so richtig Flügel bekommt: ein Gläschen chilenischen Rotweins nicht vergessen.

http://charango-riefler.blogspot.com





Wer nicht so weit reisen will und dafür wissen will, was Anna's Konzept der "7" mit Mallorca zu tun hat und welche Rolle die Hexe im 21.Jahrhundert spielt, sollte sich "Kurz vor 40" kostenlos aus dem Internet holen oder die Komplettfassung bestellen.

http://kurzvor40.blogspot.com

May 28, 2007

Wahlen auf Mallorca

Ein sonntägliches Wahlvergnügen

Wählen sollte man auf Mallorca jeden Sonntag. Die Wahlinhalte sind beliebig. Bei uns geht es um die Parteien "großes Frühstück", "schöner Ausflug", "Shopping in Santa Maria" oder einfach und immer wieder lustig "Strandvergnügen". Im Gegensatz zu Parteien anderen Namens sind unsere Parteien absolut kooperationsbereit. Sogar die große Kooalition ist problemlos möglich und verlangt als einzigen Einsatz ein etwas verfrühtes Aufstehen. Diesen Sonntag, 27. Mai haben sich zum ersten Mal seit vier Jahren wieder jede Menge anderer Parteien in unseren wöchentlichen Wahlsonntag gedrängelt. Oder es zumindest versucht. Denn wir sind schon egoistisch. Die Wahlprogramme "unserer" Parteien sind eindeutig; der Markt auf Santa Maria ist immer eine Shoppingtour wert und versucht nie, sich als Strand auszugeben. Das große Frühstück findet bei uns im Patio statt und ist nicht mal im Ansatz einem Ausflug gleichzusetzen. Kurzum - unsere Parteien bieten uns ein echtes Wahlvergnügen mit ernsthaften Entscheidungen. Das haben die anderen Parteien, die am Sonntag versuchten, unsere Aufmerksamtkeit auf sie zu lenken nicht geschafft: Alles war zu ähnlich, kompromisslos, kein wirklich glaubwürdiges Programm und dann das völlig unsportlich, wahltypische Hauen und Stechen via sensationsbereiter Presse. Wir haben trotzdem gewählt: das Frühstück mit vielen Extras und einem fantastischen Spielenachmittag. Das mag sich langweilig und unpolitisch anhören. Verständlich, weil wir keine weiteren Hintergründe des Nachmittags preisgeben ;-).
ABER: "Unser" Wahlprogramm scheint dennoch zu überzeugen. Fast die Hälfte aller politisch Wahlberechtigten haben ihre sonntägliche Eigenwahl gemacht und auf den eigentlich wichtigen Gang zu den politischen Wahllokalen verzichtet.

Dec 13, 2006

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La noticia del dia

El premio "mejor panadería de las Islas Baleares" del ano 2006 ha ganado el equipo famoso de la maestra Mercè. ENHORABUENA!

Nov 27, 2006

Chaos, aber Einweihung nach Termin. Unsere 10spurige Luxusstraße

Es war einmal eine durchaus ansehliche 2-spurige Landstraße, die von Son Ferriol nach Casablanca und weiter nach Manacor führte. Weil zwei Spuren für die vielen tausend Autos zu wenig waren, sollten es vier Spuren im Autobahnlook werden. Doch dank Autobahnlook und schnellen vier Spuren ist Zu- und Abfahren an nicht geplanten Ausfahrten unmöglich. Weil aber alle paar Meter ein Weg in die große Straße münden will, dürfen diese jetzt in Hilfstrassen münden, die parallel zur vierspurigen Vorzeigestraße gebaut wurden. Bis zur nächsten offiziellen Ein- oder Ausfahrt eben. Mit ihren zwei Spuren sind die Hilfsstrassen großzügig und natürlich gibt es für jede Seite der Vorzeigestraße eine. Damit dürfen sich die Autos nun auf glatt acht Spuren verteilen. Und damit es auf den drei Kilometern von Son Ferriol nach Casablanca nicht langweilig wird, gibt es da noch die große Brücke. Frisch aufgeschüttet mit einem Kreisverkehr in luftiger Höhe und Abfahrten, die vor Verwirrung keine Lageweile aufkommen lassen.
Heute, so war es beschlossen, sollte das Prachtstück eingeweiht werden und so geschah es: Gut sichtbar waren das weiße Zelt und ein paar dekorative Pflanzenkübel auf der Brücke platziert, unter der allerdings der Verkehr nicht brandetet, weil es die Zufahrt nach Son Ferriol noch nicht gibt – von der inoffiziellen Offroadvariante durch die Baustelle abgesehen. Inoffiziell war heute offiziell und alle Autos bahnten sich ihren Weg durch die Baustelle auf die nette Hilfsstraße und hoch auf die Brücke, vorbei an Anzügen aus denen verschiedene Gesichter stolz auf die Straße ohne brandenden Verkehr schauten. Umgeschaut hat sich keiner, damit der Stolz keinen Kratzer bekommt. Den bekam die etwas niedrige Brücke ab, unter der der Verkehr von der Hilfstrasse nach Casablanca brandete. Dort nämlich steckte der Lastwagen, dessen Fahrer sich in punkto Höhe um etwa einen Meter verkalkuliert hatte. Pech auch für die ratlose Gruppe Straßenarbeiter, die versuchten den Verkehr an der Einfahrt nach Casablanca zu hindern, denn die durften den Wortschwall aufgebrachter Mütter ertragen, die sich an dem steckenden LKW vorbei durch die Brücke quetschten. Ein letztes Hindernis gerade mal 50 Meter vor der Schule, die seit Monaten nur unter abenteuerlicher Straßenführung zu erreichen ist.

Nov 21, 2006

Das Geheimnis um den Besteller wird gelüftet

Seit exakt 16 Monaten schlummert in einem kleinen Dorf auf Mallorca ein Bestseller, den nicht mal Inselinsider zu sehen bekommen haben. Zum ersten Mal gibt es einen Einblick in das Manuskript, das sich endlich auf die Suche nach einem passenden Verlag begeben sollte.
"Kurz vor 40" erzählt über Anna, über eine Hexe und ein nie gefundenes Drehbuch, das für das Konzept der Sieben so wichtig wäre. .....
Ein paar Infos mehr gibt es unter: http://dagmarriefler.blogspot.com

Sep 2, 2005

Palmas Flughafen zeigt sich verspielt

II. Slalomlaufen für Jedermann
Kurz vor dem Verabschieden hält Ebene 4 eine Überraschung für uns parat. Zielstrebig bahnen wir uns einen Weg durch diesmal kofferfreie Menschenmassen in Richtung Sicherheitskontrolle. Weit vor uns ist diese in Sicht, doch einfach so kommt man da seit neuestem nicht mehr hin. Spiel und Fitness sind angesagt. Geschickt haben es schlaue Köpfe im Flughafen verstanden die letzten 25m vor der Kontrolle zu vervielfachen. Der Trick ist einfach. Ein nettes rotes Band gibt den schmalen Korridor vor, den jeder beschreiten muss, um zu den Kontrollstationen zu kommen. Der Korridor geht nicht etwa gerade auf die Stationen zu. Im Gegenteil. Nämlich horizontal. Im Gänsemarsch aufgereiht, laufen übermüdete Jungurlauber, kinderwagenschiebende Mütter, aktenkofferbewaffnete Strategen und alle weiteren Reisewilligen über ein dutzend Mal hin und her, um bei jeder 180 Grad Kehre gerade mal einen guten Meter der Kontrollstation näher zu kommen. Lustig ist das für die Verabschiedenden, die nicht Slalomlaufen dürfen. Die können sich an die Seite hinstellen, wo die Schar der im Gänsemarsch Slalomlaufenden Reisenden unweigerlich und zigfach vorbeikommt und sich an ihrem kollektiven Lästern über die verschiedenen Slalomlaufstile erfreuen.

Palmas sportlicher Flughafen

I. Schlange stehen und unfreiwilliges Footing
Der Weg von Son Ferriol zum Flughafen ist kurz. Selbst beim üblichen Kleinstau an den Kreisverkehren dauert die Fahrt mit dem Auto zum Flughafen ein paar Minuten. Auf die wenigen Minuten sollte man sich verlassen, statt der lieben Sicherheit zuliebe, etwas früher loszufahren. 90 Minuten vor Abflug sind entschieden zu viel. Denn da kommen alle. Eben um die 90 Minuten vor Abflug da zu sein. Entsprechend lang ist die Schlange vor dem Schalter der Gepäckaufgabe. Und diese Schlange wird trotz minutenlangem Anstehen nicht kürzer. Kann sie auch nicht, denn immer noch ist die Dame am Schalter mit derselben dreiköpfigen Familie beschäftigt. Damit fängt das Problem an. Nicht das wir zu ungeduldig wären. Das ist nur die Policia Local, denn die wartet draußen schon, dass wir die fünf Minuten Parkzeit zum Ausladen überschreiten. Normalerweise schaffen wir das. Gast in letzter Minute zum Flughafen bringen, kurz Koffer tragen helfen, Einchecken und oben an der Sicherheitskontrolle verabschieden. Mit dieser Schlange geht das nicht. Nach zehn Minuten sind wir einen stolzen Meter vorgerückt. Also muss das Auto doch ins Parkhaus. Leider steht das Auto am anderen Ende der Abfertigungshalle. Da die fünf Minuten doppelt vorbei sind, ist leichtes Joggen angesagt. Das noch knöllchenfreie Auto darf sich nun auch in eine Schlange einreihen, um einen großen Kreis um das Flughafengelände zu drehen. Wie immer in einem Parkhaus wird der erste freie Parkplatz angestrebt. Der ist auf Ebene eins. Weil Mutter samt Kind nun schon minutenlang alleine am Abfertigungsschalter stehen, ist Eile angesagt. Ebene eins. Mit der Treppe hinunter auf Ebene O und über den Busparkplatz zum Haupthaus. Leider keine gute Idee, denn nun muss das Haupthaus – diesmal auf Ebene 0 – nochmals der Länge nach durchquert werden, um zu den Aufzügen zu kommen. Hoch auf Ebene 2. Nun also endlich die richtige Ebene, doch wieder am falschen Ende. Nach einem weiteren sportlichen Slalomlauf durch Kofferschiebende Menschenmassen ist das Ende der Schlange wieder in Sicht. Die ist nämlich immer noch da und hat sich in meiner Abwesenheit nur unwesentlich verändert.